Divine Word Missionaries

The SVD OTP/CTP Program


OTP-CTP-PFT-CCME

OTP Stats

Tamale Workshop
32 Participants
4 Brothers
1 SSpS
8 AFRAM
5 EUROPA
9 PANAM
10 ASPAC
27 Prov/Reg

Since 1968
550 students
45 Brothers
3 died in CTP
80 left the SVD
60 stayed back
25 countries sent
30 countries hosted

Top Sending
110 US
87 India
60 Indonesia
Poland
Philippines

Top Hosting
65 China
PNG
Ghana
Japan

First Programs
Australia Frank Jerry
PNG Leo Brouwer
Chicago Theologate


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OTP / CTP:
Nicht Nur Empfehlenswert, Sondern Dringend Notwendig

s war wohl das einzige, internationale Treffen unserer Gesellschaft, das bis heute ausserhalb von Rom bzw. Nemi stattgefunden hat (mit Ausnahme der Generalversammlung der Provinziale in Sao Paolo, Brasilien, im Jahre 1992). In jedem Falle war es die erste weltweite Begegnung von Mitbrüdern unserer Gesellschaft, die in Afrika stattfand. Die Provinz Ghana, die älteste in Afrika, hatte die Ehre des Gastgebers. Und das große Echo, das dieses Treffen auslöste, machte deutlich: Ghana hat sich als ein sehr würdiger Gastgeber erwiesen.

Ich meine den Workshop für die Leiter der OTP/CTP, der vom 1. bis 31. August in unserem Gemeinsamen Ausbildungszentrum (CFC) in Tamale angeboten wurde. Der Workshop sollte die Empfehlungen des letzten Generalkapitels in die Praxis umsetzen. Dort hatte es geheissen: ‚Der Generalsekretär für die Ausbildung soll ein Forum über OTP/ CTP mit folgenden Zielen vorbereiten: (1) herausfinden, welche Pläne bereits in den Provinzen vorliegen; die einzelnen Programme sammeln und ordnen; sie weiterleiten an alle Ausbildungshäuser; (2) Richtlinien ausarbeiten, die als Minimalvoraussetzungen für jene Provinzen gelten sollen, welche ein OTP/CTP Programm anbieten wollen; (3) die Ausbildung von OTP/CTP Leitern und den Begleitern vor Ort vorbereiten.

Eigentlich hatte das Generalkapitel auch diese Begleiter vor Ort mitgemeint. Tatsächlich nahmen nur die Leiter der OTP/CTP am Workshop teil. Der Grund liegt darin: die Anliegen und Anforderungen für die Begleiter vor Ort sind zusehr von lokaler Natur und von daher weniger geeignet für einen Workshop auf Weltebene. Wir waren uns darin einig: ein Workshop für die Begleiter vor Ort fände sinnvoller auf den Ebenen der verschiedenen Provinzen und in den Subzonen statt. Ein solcher Workshop würde sich zudem als positiver Nebeneffekt für den Workshop der Leiter erweisen. Diese könnten einen entsprechenden Workshop für die Assistenten ihres Gebietes oder ihrer Subzone organisieren.

Die 32 Teilnehmer in Tamale repräsentierten 27 Provinzen und Regionen unserer Gesellschaft; unter ihnen waren vier Brüder und eine Schwester SSpS; zwei weitere Schwestern nahmen nur an den ersten beiden Tagen teil; 8 kamen aus der Zone AFRAM, 9 aus EUROPA, 9 PANAM, 10 ASPAC. Ein Kernteam von vier Mitbrüdern unter der Leitung des Sekretärs für Ausbildung beim Generalat organisierte und leitete den Workshop. Ich stiess in der ersten Woche zu diesem Kernteam. Die Teilnehmer wurden in die Problematik der Ausbildung und Erziehung eingeführt und machten sich mit den Einzelberichten des OTP Programms vertraut. In den weiteren drei Wochen standen folgende Themenkreise im Vordergrund: Sichvertrautmachen mit einer neuen Kultur; Sprachstudium und kulturelles Lernen; missionarische Spiritualität der SVD; die Rolle des OTP/CTP Leiters; Begleitung eines Kandidaten; weitere Begleitungsdienste. Zwei Ausflüge führten zur Pfarrei Kintampo im Brong-Ahafo- und in die Pfarrei Saboba im Yendi-Distrikt. Zudem konnten die Teilnehmer ein typisch afrikanisches Dorf zu besuchen und mit den Leuten gemeinsam essen. Das Personal vom Tamaleinstitut (TICCS) ermöglichte freundlicherweise den dreitägigen Workshop. Bischof Vincent Boi-nai erwies sich auf allen Gebieten als ein sach- und fachkundiger Teilnehmer. Sie dankten es ihm mit einem Gegenbesuch beim Gottesdienst in Yendi aus Anlass seines Silbernen Priesterjubiläums.

Der Workshop wurde von den Teilnehmern positiv bewertet. Der gemeinsame Gedanken- und Erfahrungsaustausch wurde besonders hervorgehoben. Ebenso fand die Gelegenheit zum gemeinsamen Studium der Richtlinien und die praktischen Vorschläge für die Durchführung ihre besondere Beachtung (vgl. das Heft SVD Ausbildung für die Mission). Die Tatsache, dass der Workshop in Afrika stattfand, wurde ebenfalls geschätzt. So erlebten die Teilnehmer hautnah, was es heißt, sich mit einer fremden Kultur vertrautzumachen. Am Ende lag ein Schlussdokument vor mit allen Einsichten, Erkenntnissen und Vorschlägen. Zwei Punkte sollen besonders hervorgehoben werden: (1) das OTP/CTP Programm soll enger mit dem Ausbildungsprogramm verknüpft werden und besser zum Leben im allgemeinen in unseren Provinzen und Regionen passen, damit das OTP/CTP nicht länger ein außergewöhnliches Anhängsel in unseren Provinzen ist; (2) eine bessere Koordination, Zusammenarbeit und ein gemeinsames Vorgehen unter den Leitern ist von besonderer Bedeutung. Eine Liste von neun Vorschlägen weist auf die bevorstehenden Hausaufgaben hin: Erkenntnisse weiterreichen, OTP/CTP Programme in unseren Provinzen und Regionen fördern und ihren Wirkungsbereich in unserer Gesellschaft erweitern und verbessern.

Seit 1968 beschäftigen wir uns bereits mit dem OTP/ CTP Programm. Es bedeutet in seinem Kern: eine zwei- bis dreijährige Lebenserfahrung in einer fremden Kultur. Damit verbunden ist ein Sprachstudium und ein spezieller Arbeitseinsatz. Inzwischen haben rund 550 Mitbrüder, davon 45 Brüder, aus 25 Ländern, daran teilgenommen. Frank Gerry, Australien, hatte den ersten Entwurf gemacht, der von Leo Brouwer vom Melanesischen Institut in PNG weiterentwickelt wurde. Unsere theologische Hochschule in Chicago hat weitere Verbesserungen vorgenommen. Sie sind die Grundlagen für die bereits existierenden Programme in unseren Provinzen und Regionen.

Die USA stehen an der Spitze. Sie haben insgesamt 110 Studenten entsandt, gefolgt von Indien mit 87, Indonesien mit etwa 60, dann folgen Polen und die Philippinen. Provinzen in 30 Ländern haben entsprechende Programme entwickelt, die jungen Mitbrüder aufgenommen und auf ihrem Weg begleitet. Die Provinz China hat bisher mit 65 die meisten aufgenommen, dann folgen PNG, Ghana und Japan. Drei Studenten sind während dieser Zeit gestorben - Maurice Mayo aus den USA im Jahre 1977 in Ghana, Rajnhold Bodyneck aus Polen 1984 in Japan, und Varikkattu Sabu aus Indien 1994 in Brasilien. Rund 80 Mitbrüder haben während oder nach dem OTP/CTP die Gesellschaft verlassen; 60 haben ihre weitere Grundausbildung in jenen Ländern erhalten, in denen sie ihr OTP/CTP gemacht haben.

Jede bisherige Auswertung auf den Generalkapiteln ist positiv ausgefallen. Und diejenigen, die teilgenommen haben und jene, die betroffen waren als sendende oder empfangende Provinzen, heben hervor, dass die Erfahrungen und Auswirkungen für beide Seiten wertvoll waren. Gleichwohl bleiben diesbezüglich manche Zweifel und Bedenken in gewissen Kreisen unserer Mitbrüder. Das betrifft vor allem die Unkosten, die damit verbunden sind. Aber die überwiegende Mehrheit spricht sich klar für ein solches OTP/CTP Programm aus. Im Zusammenhang mit unserer Internationalität wird das OTP/CTP nicht als etwas gesehen, das erlaubt werden müsste, sondern als etwas unbedingt erforderliches. Es ist wirklich eines der wirksamsten Mittel, die wir in der Gesellschaft haben, um unsere Mitglieder auf ein Leben und Wirken in internationalen und multikulturellen Gemeinschaften vorzubereiten.

Der Workshop in Tamale hat zweifellos dazu beigetragen, die Bedeutung des OTP/CTP zu unterstreichen. Danken möchte ich zum Schluss P. Kurian, zuständiger Sekretär für die Ausbildung und Erziehung am Generalat, und den Mitbrüdern Emmanuel Fianu (GHANA), Mark Schramm (USC) und Miguel Sommers (AJSC) für die ganze Organisation und Leitung des Workshops. Mein Dank gilt ebenfalls P. Provinzial Vincent Owusu, Ghana, für seine grosszügige und kompetente Gastfreundlichkeit. Schliesslich möchte ich allen Teilnehmern für ihre Mitarbeit und Zusammenarbeit danken und für ihr unermüdliches Interesse und ihr starkes Engagement um das OTP/CTP. Möge der Workshop im besonderen und das OTP/CTP im allgemeinen dazu beitragen, dass die SVD wirklich zu ‚einer Gemeinschaft von Mitbrüdern aus verschiedenen Nationen und Sprachen und zu einem lebendigen Zeichen der Einheit und Vielfalt der Kirche heranwächst’.

Brüderlich im Göttlichen Wort,

Antonio M. Pernia, SVD
Generalsuperior

Source: ARNOLDUS Nota-Oktober 2002
Ein Wort von Unserem General

OTP in the SVD Documents
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bullet The Overseas Training Program (OTP/CTP/PFT) - Special Issues Regarding Personnel - Following the Word 8-August 1997
bullet Two Major Changes in OTP Practices in the Society: Vows & Transfers - Following the Word 5-September 1994
bullet Programs for Practical Experience: REGENCY and OTP - Following the Word 1-August 1988
bullet Guidelines for CTP/OTP - Handbook for Superiors SVD X-4