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AJSC Rundbrief | ||
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Rundbrief # 4 | ||
Herzliche Grüsse zum Neuen Jahr vom Zentralteam des AJSC in Steyl! Möge 2006 ein gnadenreiches Jahr für Sie in Ihrem Dienst in der spirituellen Animation werden.
Inhaltsübersicht:
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1. Einiges zum
Überlegen
Dieser Rundbrief
hat den Zweck, denjenigen unter uns, die ein aktives Interesse an der
spirituellen Animation haben, eine kleine Hilfe zu bieten durch die Weitergabe
dessen, was das Zentrum tut, und gelegentlich bekannt zu machen, was innerhalb
unserer Gemeinschaften vor sich geht. Ausserdem wird in jeder Ausgabe ein kurzer
Artikel von etwa einer Seite stehen, der versucht, unsere Leser zum Nachdenken
zu bringen. Wir bringen auch gern ähnliche Artikel die uns von unseren Lesern zugesandt werden. In der Folge stellen wir
Ihnen einen Artikel von einem Mitglied des Teams vor.
Menschen mit Weitblick in der heutigen Welt
In letzter Zeit hatte ich das
grosse Glück, einen sehr interessante Film “Whale Rider” sehen zu können. Ich
war fasciniert vom Mut des jungen Mädchens, Pai, die der Srömung der Tradition
die Stirn bietet und so ihren Stamm befähigt, wieder an die uralte Lebenskraft
ihrer Vorfahren anzuknüpfen. Gleichzeitig habe ich mit Koro, dem alten
Traditionalisten sympathisiert, der einem alten Wal gleich, in einer fremden
Gegenwart gestrandet zu sein scheint. Ich war begeistert von der Art und Weise
wie er manchmal die Grenzen seines
vorher streng verschlossenen Gesichtskreises
überstieg.
Vielleicht war es ein Symbol meiner Erfahrungen des
vergangenen Jahres, in dem ich
verschiedene Missionen besuchte, zwischen Exerzitienkursen und Seminaren. Ohne
Unterlass wird unter Schmerzen neues Leben geboren, während wir Altes und zu
seiner Zeit ohne Zweifel Richtiges aus den Händen geben müssen. Es gibt so viele
Bilder von frischem Leben, mit denen wir konfrontiert werden: zum Beispiel der
Enthusiasmus unseres Schwestern und Mitbrüder in Cuba, ihre Bereitschaft,
darüber nachzudenken, xwelchen Sinn ihre Erfahrungen für sie beinhalten, die
Zusammenkünfte junger Menschen in verschiedenen europäischen Provinzen, wo sie
im Gebet ihr gemeinschaftliches Leben teilen, das Engagement und der Wunsch so
vieler Missionare, Arnold Janssens Traum neu zu träumen in ihrem Bemühen, die
am Rand lebenden Menschen zu
erreichen; ihr Eingehen auf andere, neue Kulturen, ihre Aufrichtigkeit, ihr Mut
und ihre Sicht von Zusammenarbeit, und die, die sich für Gerechtigkeit
einsetzen.
Es gibt auch Momente des Verhaftetseins an die Vergangenheit,
des Festklebens am Gestern, der Angst, sich der neuen Wirklichkeit, die sich uns
heute bietet, zu stellen. Diese Haltungen geben sich zu erkennen im Unvermögen,
mit neuen Gebetsformen umzugehen, oder eine Zukunft für unsere Institutionen in
den Blick zu nehmen, oder sogar ein neues Verhältnis zu unserer Kirche und
unserer Welt zu finden.. Manchmal sind wir versucht, nur in den Geschichten der
Vergangenheit den Sinn der Gegenwart zu finden, und schauen auf Menschen und
Dinge, die tot und vergangen sind. Aber unser Gott ist ein Gott der Lebenden.
Wir können die Stimmen der Jungen und ihrer Nöte heute überhören, weil wir, wie
Koro, nur die Tonbänder von gestern in unseren Köpfen vernehmen.
Die
Vorbereitung auf das kommende Generalkapitel erinnert uns daran, dass das, was
wir mit dem Herzen tun, das ganze Universum beeinflusst. Sie lädt uns dazu ein,
unsere Spiritualität der Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern in Dialog und
Beziehung zu vertiefen. Unser Leben in der Vergangenheit war oft hinter
Klostermauern eingeschlossen, und unser Interesse auf die “Mission der Kirche”
beschränkt. Das für das nächste Generalkapitel gewählte Thema und die
Arbeit der Vorbereitungskommission
fordern uns auf, unsere Welt von heute anzuschauen, das ganze Universum zu
betrachten, und teilzunehmen an den Sorgen und Geschäften, die den Menschen von
heute umtreiben.
Die Mystiker sind Gottes letzte Möglichkeit mit uns. Sie sind Träumer. Sie sind nicht gelähmt von Regeln und Doktrinen. Sie haben Gott gefunden und sind von ihm elektrisiert. Er erfüllt sie mit einer hinreissenden Vision und mit Hoffnung für eine gesündere Welt: Menschen wie Doroty Day, Martin Luther King, Romero y Gandhi... Gottes Geist jubelt in den Visionären und denen, die sich um den Frieden mühen, wie er es in Arnold Janssen getan hat. In einer hungrigen, müden und suchenden Welt, zeigt sich die Gegenwart Gottes in den Menschen die offen sind für das Mystische. Wir sind herausgefordert hinzuhören, wenn wir in unserer verängstigten und unsicheren Welt die heilmachende Vision und Gottes Traum für die Menschheit wahrnehmen wollen.
2. 2006 – Ein besonderes Jahr für die SVD
Für die SVD wird 2006 wird ein besonderes Jahr sein, denn im Juni/
Juli wird das 16. Generalkapitel stattfinden. Das grosse Thema des Kapitels hat
besondere Bedeutung für unsere Aufgabe der spirituellen Animation. Tatsächlich,
vier der fünf Unterthemen , Spiritualität, Gemeinschaft, Formation und Leitung,
deren Zweck es ist, die Auswirkungen
unserer Mission als Dialog darzustellen, sind auch die Schlüsselthemen
unseres AJSC-Programms. Wir hoffen, dass die Diskussionen über das Arbeitspapier
durch die verschiedenen Haus-und Provinzkapitel, jeder Kommunität und jedem
Mitglied dazu helfen konnten, diese Themen zu überdenken, um sich angerufen und
inspiriert zu fühlen, was unsere missionarische Antwort an den Geist
betrifft.
Die Monate vor der Eröffnung des Generalkapitels am
Pfingstsonntag, dem 4. Juni, bilden die zweite Hälfte des “Jahres der Missionare
des Göttlichen Wortes, die die Bibel lesen”. Hier in St. Michael, in Steyl,
wurde die Vesper zweimal in der Woche ersetzt durch kontinuierliches Lesen der
Apostelgeschichte und des Lukasevangeliums. Jeden Samstagabend hörte die
Kommunität während einer halben Stunde
eine Lesung aus dem Neuen Testament, auf Band gesprochen. Wir hoffen, dass die verschiedenerlei
Initiativen in eurer eigenen Provinz und der jeweiligen Kommunität helfen mögen,
die Herzen weiter zu öffnen für das Wort des Lebens.
3. Internationales Seminar für Formatorinnen SSpS (11.September – 05.Oktober 2005)
Das
Seminar, in englischer und spanischer Sprache, fand in Steyl statt. Es wurde vom
Team der Generalleitung vorbereitet; die gesamte Generalleitung nahm auch von Anfang bis Ende daran
teil. Es waren 54 Schwestern, aus jedem Land eine. Zwei
SSpSAP waren auch eingeladen als Teilnehmerinnen, ebenso zwei Brüder SVD, für
die ganze Dauer des Seminars, insgesamt 71 Personen, einschliesslich der Mitarbeiterinnen und Gäste.
Hauptthema war die weiterführende Formation.
3 Konferenzianten wurden
einbezogen für bestimmte Themen in den vier Blöcken.
Erster Block: “Grundlegende Principien
der weiterführenden Formation”
Zweiter Block:
“Jesus der Missionar”
Dritter Block: “Unsere Wurzeln und unsere
Spiritualität”, einschliesslich der Pilgerfahrten und der begleiteten Reisen zu
den Orten die mit unserer Gründergeneration verbunden sind. Es wurden dabei auch
die Beziehungen zu den Kapiteldokumenten sichtbar gemacht.
Vierter Block: “Frauen als Jüngerinnen
von Jesus dem Missionar.” (Gelübde).
Emmi, Matilde und Mike nahmen am ganzen
Programm teil, da sie für die Spiritualität und für die Reisen zu den für uns
bedeutsamen Orten zuständig waren. Franziska betraf der Teil über “Jesus der
Missionar.”
4. Zwei Tote
Cyprianus Setyawan – Ehemaliges Mitglied des AJSC
Wir waren alle bestürzt, als die Nachricht vom Tod P. Setyawans SVD,
am 11. Oktober 2005, bei uns eintraf. P. Setyawan wurde am 20. August 1942 auf
Bali, Indonesien, geboren. Seine Eltern zählten zu den ersten Christen der
Insel. P. Setyawan erzählte manchmal, dass seine Eltern, nach ihrem Übertritt
zum Christentum, in ihrer Umgebung viel zu leiden hatten. Aber sie nahmen sich
weiterhin in Liebe derer an, die Not litten und mühten sich, nicht zurück zu
schlagen. Diese Haltung beeindruckte mit der Zeit die andern, so dass immer mehr
Leute am Ort sich dem christlichen Glauben zuwandten. Er trat ins Noviziat der
Steyler in Ledalero und wurde am 3. Juli 1973 zum Priester geweiht. Als solcher
diente er an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Aufgaben. Er war Präfekt
im Seminar der Diözese Malang als er zum Provinzobern der Provinz Java gewählt
wurde, von 1989- 1995. Von 1996 – 2003, war P.Setyawan Mitglied des AJSC und
lebte hier in Steyl. Er tat viel, um in Indonesien die Spiritualitätsteams
aufzubauen und zu erweitern. In 2005 wurde er zum Koordinator des AJSC in
Indonesien ernannt. Zum Zeitpunkt seines Todes war er dabei ein dreimonatiges
Terziatsprogramm auf Timor zu koordinieren. Er starb an einem Herzleiden,
kompliziert durch Diabetes.
In seinen Mitteilungen im Team sprach er oft
von “Gottes mütterlicher Liebe”.
Sein bevorzugtes Bild von Jesus war
“Christus, der lachende Mann der Morgendämmerung”.Er hatte in seinem Zimmer ein
grosses Bild vom lachenden Christus. Er selber, P. Setyawan , konnte herzlich
lachen. Da er auf Bali zu Hause war, hatte der Sonnenaufgang für ihn eine
besondere Bedeutung. Sein unerwarteter Sonnenuntergang hat ihn sicherlich
verwandelt in einen “lachenden Mann der Morgendämmerung”.
Die Mutter von Simon – Birgita
Kewa
Am 9. Dezember erhielt P. Simon
Bata , der seit einem Jahr Mitglied des Teams war, die Nachricht vom Tod seiner
Mutter Birgita. Sie war 75 Jahre alt und kränklich, aber für Simon war die
Nachricht ein harter Schlag, denn er war seiner Mutter besonders verbunden. Am
17. Dezember kehrte er nach Adonara, seiner kleinen heimatlichen Insel zurück,
um an der Begräbnisfeier der Familie teil zu nehmen. Es wird eine
glücklich-traurige Feier gewesen sein, denn Simon hatte zwei seiner Brüder seit
seiner Priesterweihe nicht mehr gesehen. Er wird noch für einige Zeit in
Indonesien bleiben, um dort mit den Obern und den Mitgliedern des SAT zusammen
das AJSC-Programm in der Zukunft zu planen.
5. Aktivitäten des AJSC
Wie oben erwähnt, Matilde, Emmi und Mike waren vollauf vom
SSpS-Formatorinnenseminar in Anspruch genommen. Franziska orientierte einige Tage des Studiums über ihr Buch:
“Jesus der Missionar”, bevor sie nach Brasilien und Paraguay flog. Dort gab sie
einige Exerzitienkurse und ein Seminar für SSpS und gottgeweihte Laien, deren
echter Wunsch, tiefer in das geistliche Leben hinein zu wachsen, sehr ermutigend
und anregend wirkt. In ähnlicher Weise gab sie vier Besinnungstage für
Mitglieder der MHGG in Deutschland, mit 60-65 Teilnehmer/Innen jedes Mal. Die
MHGG ist eine Laiengemeinschaft die sich den SSpS und unseren Missionen
besonders verpflichtet weiss. Mit den Laien auf diese Weise mehr in Verbindung
zu kommen ist etwas, was das Team mehr zu entwickeln wünnscht. Franziska gab
auch ihrem speziellen Dienst der Begleitung kontemplativer Exerzitien weiterhin
Raum in dreien dieser Kurse.
Simon leitete die Exerzitien der Kommunität
der Anbetungsschwestern in Utrecht, wie auch die einiger Einzelpersonen in
Steyl. Peter war ebenso mit den SSpSAP beschäftigt. Er gab begleitete und
gepredigte Exerzitien, in vier ihrer Klöster in den USA.
Ausserdem gab er den SSpS ein
Seminar über ihr Kapiteldokument und einen Einkehrtag für die SVD in Techny, der
auf deren eigenem Kapiteldokument basierte. Ein begleiteter Kurs für eine
gemischte Gruppe, SSpS und SVD war eine bereichernde Erfahrung über unsere
gemeinsame Spiritualität.
In ähnlicher Weise war es auch für Emmi und
Mike. Ihr Seminar über Spiritualität und die begleiteten Exerzitien für SSpS und
SVD in Cuba waren eine tiefe Erfahrung über unsere gemeinsam gelebte
Spiritualität. Beide waren beeindruckt vom Lebensstil der Schwestern und
Mitbrüder, die es nicht nötig haben, wie viele von uns, die in normalen
Kommunitäten leben, sich von Zeit zu Zeit über ihre Lebensweise zu hinterfragen.
Die Einfachheit ist ihnen auferlegt von der Situation der Armut des Landes. Emmi
blieb länger, um mit den Kommunitäten das jüngst stattgefundene
Formatorinnenseminar zu besprechen.
Mike musste sich beeilen mit der
Rückkehr, um während der europäischen Zonenversammlung in Portugal seinen Teil
zu übernehmen. Sein Thema war: “Spiritualität der SVD in einem säkularisierten
Kontext.” Wir überlegen, wie wir diese Koferenz am besten veröffentlichen. Ein
wenig später sprach Emmi während eines öffentlichen Seminars, ebenfalls in
Portugal, über die Rolle der SSpS in der Evangelisation in Indien. Die
Organisatoren beabsichtigen die Veröffentlichung dessen, was im Seminar
besprochen wurde.
Der gebräuchlichen Praxis folgend, verbrachte der
Erneuerungskurs der SVD (Terziat) zwei Wochen in Steyl bevor die Teilnehmer nach
Nemi gingen. Mike, Emmi, Matilde und Simon erstellten dieses Programm. Diese
vier halfen während der Exerzitien und beim Thema “Spiritualität” für das SSpS
Terziat, das jetzt in Steyl und nicht mehr in Nemi durchgeführt wird. Später
reisten Matilde, Simon und Peter nach Nemi um die begleiteten Exerzitien für das Terziat
und auch für den Bibelkurs Dei Verbum zu übernehmen. Letzterer hatte dieses Jahr
30 Teilnehmer, bis jetzt die höchste Zahl.
6. Veröffentlichungen
JESUS DER MISSIONAR Eine
Reflexión über Jesus, den Gesandten des Vaters im Licht unserer trinitarischen
Spiritualität, von Franziska C. Rehbein SSpS, veröffentlicht vom AJSC, N° 4 der
“Steyler Ströme”, 2005, 110 Seiten. In Auftrag gegeben als Arbeitspapier für das
Internationale Formatorinnenseminar (siehe oben). Ursprünglich deutsch, wurde es
übersetzt ins Englische, Spanische, Portugiesische und
Indonesische.
Ein Antiphonenbuch von Ed Peklo
SVD. Es wurde schon 1999 privat veröffentlicht, aber es ist uns erst seit kurzer
Zeit bekannt. Es enthält eine Serie von Antiphonen zum Gebrauch beim
Stundengebet, für 29 Tage die besonders bedeutsam sind in der Geschichte
der Arnoldusfamilie, und schliesst
die 12 “Dritten Montage” mit ein. Die Antiphonen sind ausgewählt aus Aussprüchen von P. Arnold und der
Gründergeneration, wie auch zitiert aus den Konstitutionen der drei
Congregationen. Es ist in englisch herausgekommen. Die Anschrift von Ed ist:
Divine Word Missionaries N 8855 Seminary Road, P.O.Box 107, East Troy, WI 53120,
U.S.A.
7. In Kontakt bleiben
Wir bringen auch weiterhin Artikel in die AJSC-Mappe, die auf der Website des
Generalats, im öffentlichen Bereich verfügbar ist. Dort kann man lesen und
herunterladen. Die Adresse ist wie folgt: Klicken auf Site
Map/Mapa del sitio, und dann auf
AJSC – CEAJ.
Wenn Sie über Material verfügen (Artikel oder
Programme), die andere bei der Arbeit in der spirituellen Animation nützen
können, bitte sendet sie uns zu. Wir können sie auf diese Weise ins Internet
stellen, so dass viele andere Zugang dazu haben. Bitte sendet uns dieses
Material, und auch Nachrichten über Programme, die ihr gegeben habt, an folgende
Adresse: ajscinfo@steyler.nl
Der AJSC – Rundbrief erscheint in fünf Sprachen: englisch,
deutsch, spanisch, Portugiesisch und indonesisch.
Wir erwarten eure Nachrichten.
Mit den besten Wünschen für Eure Arbeit,
Franziska Carolina Rehbein, Matilde Sacardo, Emmi Vas, Simon Bata, Peter McHugh and Michael Somers